In der dritten Reinigungsphase wird im Nachklärbecken der „Belebtschlamm“, dessen Flocken aus Mikroorganismen sowie anorganischen Ein- und Ablagerungen bestehen, vom gereinigten Schmutzwasser getrennt. Es entsteht Klärschlamm, der in Faultürmen behandelt wird. Bei der dort ablaufenden Faulung zersetzen Mikroorganismen im sauerstofffreien Milieu die Inhaltsstoffe. Dieser Prozess reduziert die Klärschlammmenge auf ein Drittel; übrig bleiben Wasser und Klärgas. Das wird im Gasbehälter gesammelt und zur Stromerzeugung genutzt. „Der Einsatz des Klärgases als Energiequelle für zwei Blockheizkraftwerke deckt“, wie Lippacher sagt, „60 Prozent des Energiebedarfs der Kläranlage.“ Als Nebeneffekt entsteht Wärme für die Heizungsanlage. Der angefaulte Schlamm wird nach weiterer Trocknung in den Landschaftsbau abgegeben.