Poing, den 10.12.2025 – Beim gKU VE München Ost, kurz: VE|MO, wechselt der Vorstand. Zum 01.01.2026 übernehmen Guido Müller und Dr. Swantje Schlederer die Leitung des kommunalen Unternehmens. Sie folgen auf Thilo Kopmann, der nach 10 Jahren erfolgreicher Tätigkeit in den Ruhestand geht.

„Ich danke allen Mitarbeitenden, dem Verwaltungsrat sowie Geschäftspartnerinnen und -partnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die Unterstützung in den vergangenen zehn Jahren. Gemeinsam konnten wir wichtige Projekte im Bereich Restrukturierung und Konsolidierung umsetzen, z.B. die Erweiterung der Kläranlage für die Zukunft, wesentliche Weichenstellungen für die Erweiterung der Wasserversorgung sowie die Modernisierung der Verwaltung und hier u.a. die Attraktivierung des Arbeitgebers „VE|MO“, u.a. durch Tarifwechsel im Bereich Personal.“ erklärt Kopmann.

Seine Nachfolge treten nun Müller und Schlederer an. Beide sind im Hause VE|MO keine Unbekannten. Kopmann selbst hat die beiden Nachfolger vorgeschlagen und ist von der Besetzungsentscheidung, die der Verwaltungsrat nun getroffen hat, überzeugt.

Guido Müller war bereits in unterschiedlichen Positionen für VE|MO tätig, zuletzt als Verwaltungsleiter. Der gelernte Bankkaufmann bringt langjährige Erfahrung im Bereich Finanzen mit. Sein Studium der Betriebswirtschaftslehre hat er mit dem Master im Bereich „öffentliches Management“ abgeschlossen. Müller sammelte in verschiedenen Institutionen einschlägige Berufserfahrung u.a. in der Kommunalberatung und als Kaufmännischer Leiter bei VE|MO. Nach seinem Ausscheiden bei VE|MO übernahm er die Finanz- und Steuerungsleitung in verschiedenen wissenschaftlichen Institutionen. 2022 kehrte er auf die neu geschaffene Stelle der „Leitung Administration“ zu VE|MO zurück, um sich auf die Vorstandsposition vorzubereiten.

Müller ist sich der Herausforderungen an der Spitze des Kommunalunternehmens bewusst und will in der Verwaltung auch neue Impulse setzen. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und darauf, die zukunftsorientierte Arbeit meines Vorgängers gemeinsam mit den Beschäftigten fortzuführen. Die Aufgaben in der Trinkwasserversorgung und Schmutzwasserentsorgung sind vielfältig und spannend. Es gilt, sich rechtlich ändernde Rahmenbedingungen, neue Technologien und strukturelle Entwicklungen im Blick zu behalten und in einen wirtschaftlichen Kontext zu bringen “, sagt Müller, der innerhalb des Vorstandsteams die Sprecherfunktion übernimmt.

Frau Dr. Schlederer ist seit 2018 im Unternehmen in verschiedenen Position im Bereich Technik tätig, zuletzt als „Leitung Technik“. Schlederer, die sich im Bereich Kreislaufwirtschaft habilitiert hat, war zuvor überwiegend im wissenschaftlichen Kontext und in der Anlagenoptimierung beschäftigt. Neben einer Dozententätigkeit hat sie in der Unternehmensberatung und als wissenschaftliche Leiterin eines Energie-Startup gearbeitet. Ihre bisherige Tätigkeit bei VE|MO hat Schlederer intensiv genutzt, um sich mit den technischen Bereichen der Trinkwasserversorgung und Schmutzwasserentsorgung vertraut zu machen. Seit 2023 ist sie Prüferin der DWA, einem Verband der Wasserwirtschaft für Technisches Sicherheitsmanagement (TSM). „Wir haben bei VE|MO bereits moderne und zukunftsfähige technische Einrichtungen geschaffen. Diese müssen vorausschauend in Bezug auf Nachhaltigkeit, Digitalisierung/Automatisierung und Resilienz weiterentwickelt werden.“ sagt Schlederer über ihre neue Aufgabe im Vorstandsteam.

Nach dem Ausscheiden des Alleinvorstands Kopmann soll das Unternehmen künftig von einer Doppelspitze geleitet werden. Piet Mayr, Verwaltungsratsvorsitzender von VE|MO und Erster Bürgermeister von Zorneding, erklärt, warum die neue Struktur notwendig ist:

„Wir befinden uns in fordernden Zeiten. Große Projekte wie beispielsweise die Digitalisierung der Arbeitsprozesse, aber auch Herausforderungen wie der Fachkräftemangel, die überbordenden Anforderungen einer Monster-Bürokratie und damit verbunden die allgemeine Teuerung im Waren- und Dienstleistungssektor, werden die künftige Vorstandsarbeit prägen. Mit 100 Beschäftigten ist die regionale Verantwortung von VE|MO als einem der großen Trink- und Schmutzwasserversorger in Bayern hoch. Es ist deshalb sinnvoll, die Unternehmensleitung künftig auf zwei Personen zu verteilen, die Hand in Hand arbeiten und die wachsende Verantwortung teilen.“ Er wünscht dem neuen Vorstand im Namen des Verwaltungsrats gutes Gelingen und eine erfolgreiche Amtszeit.

Die beiden neuen Vorstandsmitglieder sind sich sicher, gemeinsam die gestellten Aufgaben zu meistern: „Erfolgsgarant ist die engagierte Belegschaft, die auch bisher die positive Entwicklung des Unternehmens als großer regionaler Player der kommunalen Daseinsvorsorge ermöglicht und getragen hat. Wir wissen, dass es nur gemeinsam geht. Daher legen wir großen Wert auf ein gutes, vertrauensvolles Arbeitsklima und eine positive Unternehmenskultur. Die werteorientierte Führung wird unser gemeinsames Handeln prägen.“

Für die Bürgerschaft und bei der Erfüllung des Alltagsgeschäfts wird sich mit dem 1. Januar 2026 nichts ändern: wie gewohnt, ver- und entsorgt VE|MO die angeschlossenen Haushalte und stellt 24/7 Versorgungssicherheit zu angemessenen Gebührensätzen sicher.

Hintergrundinformation: Ein gemeinsames Kommunalunternehmen ist eine rechtsfähige öffentliche Einrichtung, die von mehreren Gemeinden gegründet wird, um Aufgaben der Daseinsvorsorge im Verbund wirtschaftlich und im öffentlichen Interesse zu erfüllen. Es wird durch einen Vorstand geleitet und vom Verwaltungsrat überwacht. Grundlage der Organisation und Arbeitsweise ist die Unternehmenssatzung.