Poing, den 10.12.2025 – Beim gKU VE München Ost, kurz: VE|MO, wechselt der Vorstand. Am 31.12.2025 endet die Ära von Thilo Kopmann, der nach 10 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Alleinvorstand des Kommunalunternehmens in den Ruhestand geht.

Piet Mayr, Verwaltungsratsvorsitzender und Erster Bürgermeister von Zorneding, holte den Dipl.-Ing. Thilo Kopmann im Jahr 2015 vom Amperverband zu VE|MO, um eine strategische Neuausrichtung anzustoßen. Beim Amperverband hatte Kopmann zuvor die Position des Geschäftsleiters inne. Insgesamt war er dort 26 Jahre beschäftigt. Kopmann startete seine berufliche Karriere 1985 bei der Stadt Köln. Der gebürtige Kölner kam im Jahr 1989 nach Bayern.

Kopmann bleibt Beschäftigten und Verwaltungsrat von VE|MO vor allem als Pragmatiker mit einem „technischen“ Herzen in Erinnerung. Die technischen Abläufe in der Kläranlage in Finsing sowie das Netzmanagement für Schmutzwasser und Trinkwasser sind ihm bis ins letzte Detail vertraut. So war er für die technischen Sparten stets ein wertvoller Ideengeber und Förderer. Viele seiner Projekte galten der Entwicklung der Infrastruktur an den verschiedenen Standorten des Kommunalunternehmens. Auch der Verwaltung ist der Dipl.-Ing. Kopmann während seiner Zeit bei VE|MO nähergekommen. Seine langjährige Kommunalerfahrung war ihm stets hilfreich. Seine Erfahrung und den Instinkt setzte er zum Nutzen der Entwicklung des Unternehmens ein.

Dabei stand die erste Phase seiner 10jährigen Amtszeit vor allem unter dem Motto der Konsolidierung. In seiner zweiten Amtszeit ragen der zukunftssichere Ausbau der Kläranlage und die gründliche Vorbereitung für den Bau eines neuen Trinkwasserbrunnens heraus. Daneben war Kopmann die Steigerung der Attraktivität des Kommunalunternehmens als Arbeitgeber in Zeiten des dramatischen Fachkräftemangels wichtig. Zahlreiche Projekte, u.a. ein Tarifwechsel waren Ausdruck dieser Neuausrichtung.

Vor allem aber wollte Kopmann den Beschäftigten ein menschlicher und nahbarer Chef sein. Seine Türe stand stets offen und trotz der vielfältigen Aufgaben als Vorstand ließ er es sich nicht nehmen, Einzelfälle mit der Sachbearbeitung direkt zu besprechen. Einen Scherz hatte er – ganz die rheinische Frohnatur – dabei stets auf den Lippen. Personalbindung war für Kopmann Herzensangelegenheit, weshalb er nicht nur jeden Beschäftigten persönlich kennt, sondern sich auch persönlich um deren Belange sorgte.

„Ich danke allen Mitarbeitenden, dem Verwaltungsrat sowie Geschäftspartnerinnen und -partnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die Unterstützung in den vergangenen zehn Jahren. Gemeinsam konnten wir VE|MO zu einem zuverlässigen Träger der Daseinsvorsorge aufbauen und damit zum wirtschaftlichen Erfolg unserer Region beitragen.“ erklärt Kopmann. Mit einer kleinen Abschiedsfeier für jeden der drei Standorte des Unternehmens bedankt sich Kopmann persönlich bei seinen Mitarbeitenden. Auch wenn er sich gefasst gibt, so fällt es dem Frühaufsteher Kopmann sicher nicht leicht, auf die täglichen Herausforderungen in „seinem“ Unternehmen künftig zu verzichten. Bis zum letzten Moment ist der Chef am Platz und lenkt und leitet.

Piet Mayr, der ihn in das Unternehmen holte, spricht dem scheidenden Vorstand Anerkennung und Lob aus: „Im Namen des Verwaltungsrats danke ich Herrn Kopmann für seine großartigen Leistungen als Vorstand von VE|MO. Mit seiner anpackenden und offenen Art hat er selbst schwierige Themen souverän behandelt und Lösungen erarbeitet, die sich als tragfähig und zielorientiert erwiesen haben. Besonders lag ihm der zukunftssichere und nachhaltige Ausbau der Infrastruktur am Herzen; eine Mammutaufgabe angesichts des in seine Amtszeit fallenden exponentiellen Wachstums in unserer Region. Mit seiner vorausschauenden Leitung hat der erfahrene Fachmann die Trinkwasserversorgung und Schmutzwasserentsorgung der Trägergemeinden für die Zukunft bestens aufgestellt.“ Der Vorsitzende fügt wehmütig hinzu: „Wie schnell doch 10 Jahre vergehen. Ich wünsche Herrn Kopmann für seinen Ruhestand alles erdenklich Gute und Gesundheit!“

Hintergrundinformation: Ein gemeinsames Kommunalunternehmen ist eine rechtsfähige öffentliche Einrichtung, die von mehreren Gemeinden gegründet wird, um Aufgaben der Daseinsvorsorge im Verbund wirtschaftlich und im öffentlichen Interesse zu erfüllen. Es wird durch einen Vorstand geleitet und vom Verwaltungsrat überwacht. Grundlage der Organisation und Arbeitsweise ist die Unternehmenssatzung.